
Altendorf
Internationale Vielfalt trifft auf Industriekultur und grüne Oasen
Ein guter Startpunkt ist die Altendorfer Straße, die Hauptverkehrsader des Stadtteils. Wenn man mit den Straßenbahnen 101, 105 oder 106 anreist, eignen sich die Haltestellen „thyssenkrupp“ oder „Helenenstraße“.
Für deinen ersten Besuch empfehlen wir rund 2 bis 3 Stunden mit zwei oder drei ausgewählten Stopps.
Ohne Eintritt kannst du in den Krupp-Park oder an den Niederfeldsee gehen oder die Kirche St. Mariä Himmelfahrt besuchen.
Ein Stück Kreuzberg mitten im Ruhrgebiet
Altendorf gehört zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen Essens und ist gleichzeitig einer der kulturell vielfältigsten. Nicht umsonst erinnert das lebendige Quartier mit seinem internationalen Flair ein wenig an Berlin-Kreuzberg.
Besonders entlang der Altendorfer Straße zeigt sich diese Vielfalt. Türkische Grillrestaurants, afghanisch-iranische Spezialitäten, traditionelle Bäckereien und kleine Geschäfte prägen das Straßenbild. Hier treffen unterschiedliche Kulturen, Geschmäcker und Geschichten aufeinander und machen einen Spaziergang durch Altendorf zu einer kleinen kulinarischen Weltreise.
Kleine Geschäfte, große Geschichten
Neben seiner vielfältigen Gastronomie hat Altendorf auch einige besondere Geschäfte zu bieten. Wer gerne abseits der großen Einkaufszentren stöbert, sollte diese beiden Adressen kennen.
Blumenhaus Sonntag – Blumen für jeden Anlass
Ob liebevoll gebundener Blumenstrauß, festlicher Hochzeitsschmuck oder ein kleiner floraler Gruß: Das Team um Marion Knust sorgt an 360 Tagen im Jahr für frische Blumen und kreative Arrangements.
Altendorfer Straße 336 · Website
Diakonieladen Altendorf – Secondhand-Schätze entdecken
Nachhaltig shoppen und dabei besondere Fundstücke entdecken: Im Diakonieladen gibt es Secondhand-Kleidung, Schuhe, Accessoires, Taschen, Heimtextilien und Spielzeug für Groß und Klein.
Oberdorfstraße 3 · Website
Überraschend grün: Altendorfs schönste Rückzugsorte
Zwischen dicht bebauten Wohnvierteln und lebendigen Straßen verstecken sich zwei der schönsten grünen Erholungsorte im Essener Westen. Der Niederfeldsee und der Krupp-Park zeigen, wie sich ehemalige Industrie- und Bahnflächen in attraktive Freizeitlandschaften verwandeln lassen.
Krupp-Park – wo Industriegeschichte auf Natur trifft
Kaum ein Ort in Altendorf steht so sehr für den Wandel des Ruhrgebiets wie der Krupp-Park. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs prägte die angrenzende Kruppsche Gussstahlfabrik große Teile des Stadtteils. Heute erstreckt sich auf ehemaligen Industrieflächen eine rund 22 Hektar große Parklandschaft.
Weitläufige Liegewiesen, Kinderspielplätze, ein Skatepark sowie verschiedene Sport- und Aktionsflächen machen den Park zu einem beliebten Treffpunkt für Familien, Spaziergänger und Sportbegeisterte.
Im Mittelpunkt liegt der Krupp-See, der ausschließlich mit Regenwasser gespeist wird und dem Park eine besonders idyllische Atmosphäre verleiht.
Auf den Spuren der Industriegeschichte
Altendorf erzählt nicht nur von kultureller Vielfalt und modernem Stadtleben, sondern auch von seiner industriellen Vergangenheit. Besonders die Geschichte des Krupp-Konzerns hat das Gesicht des Stadtteils über viele Jahrzehnte geprägt.
Hirtsiefer-Siedlung – ein Stück Architekturgeschichte
Wer sich für historische Architektur interessiert, sollte einen Abstecher zur Hirtsiefer-Wohnsiedlung im Westen Altendorfs machen.
Die zwischen 1918 und 1928 entstandene Siedlung ist ein bemerkenswertes Beispiel für den gemeinnützigen und reformorientierten Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts. Charakteristisch ist die Verbindung von Wohngebäuden mit Grünflächen und einem eigenen Park, der den Bewohnerinnen und Bewohnern bis heute Raum für Erholung bietet.

