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Ausstellung

Von Fremden und Freunden. Fotografien von Katharina Kemme

So, 15. November 202610:00 – 18:00Kohlenwäsche

Aktuelle Fotografie im Ruhrgebiet. Pixelprojekt auf Zollverein In der Corona-Zeit 2020/21 fotografierte Katharina Kemme ihre unmittelbare Umgebung im sogenannten Simson-Block in Essen-Holsterhausen. Dabei entstanden eindrückliche persönliche Bilder, auf denen sie die bedrückende Zeit sowie eine sich im Wandel befindende Wohngemeinschaft dokumentierte.

Die Corona-Pandemie zwischen 2020 und 2023 prägte das Leben der Menschen weltweit. Maßnahmen wie Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht veränderten den Alltag tiefgreifend. Auch in Deutschland hatte die Pandemie weitreichende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben.  Die Fotografin Katharina Kemme lebte in dieser Zeit im Simson-Block, dem Überrest der historischen Arbeitersiedlung Alfredshof in Essen-Holsterhausen – vor dem Zweiten Weltkrieg die größte Werkssiedung der Firma Krupp. In den erhaltenen dreistöckigen Wohneinheiten lebt man seit jeher in guter Nachbarschaft und ein wenig abgeschottet vom geschäftigen Treiben des Stadtteils oder dem Lärm der A40. Als der gewohnte Alltag, insbesondere mit dem zweiten Lockdown, nicht mehr aufrechtzuerhalten war, zogen sich auch die Bewohner:innen des Simson-Blocks zurück und lebten vielfach isoliert in ihren eigenen vier Wänden.  Auch für die Fotografin war vieles nicht mehr möglich wie zuvor. Sie nutzte die Zeit jedoch, um ihre Nachbar:innen sowie deren unterschiedlichen Lebensumstände näher kennenzulernen. So machte sie sich auf und klingelte – unter Wahrung der notwendigen Schutzmaßnahmen – bei Menschen, denen sie zuvor noch nie begegnet war, und kam mit ihnen ins Gespräch. Auf diese Weise eröffnete sich ihr ein Kosmos an Lebensmodellen in ihrem unmittelbaren Umfeld. Dabei sind Porträts sowie Fotografien von Details und unterschiedlichen Räumen entstanden, die in warmen, gedeckten Farben gehalten sind. Die Fotografien vermitteln eine melancholische Atmosphäre; es drängt sich das Gefühl auf, als warteten diese Menschen. Doch worauf warten sie? Und wie lange noch? Die Aufnahmen wecken Anteilnahme. Sie machen die bedrückende Stimmung der Porträtierten spürbar und erinnern die Betrachter:innen zugleich an die eigene Unsicherheit von damals. „Von Fremden und Freunden“ ist ein einzigartiges Fotodokument zu jener Zeit, das sowohl den Umgang mit der individuell erlebten Isolation als auch das Zusammenspiel einer Siedlungsgemeinschaft im Ruhrgebiet widerspiegelt.  Bild: © Katharina Kemme

© Stiftung Zollverein

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Eintritt 3 € Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schüler:innen und Studierende unter 25 Jahren frei
Organisation
Stiftung ZollvereinBullmannaue 1145327 Essen
Veranstalter
Eine Ausstellung der Stiftung Zollverein in Kooperation mit dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet und dem Ruhr Museum, gefördert durch die RAG-Stiftung und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e.V.45141 Essen
KohlenwäscheUNESCO-Welterbe Zollverein45141 Essen

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Kategorie
Ausstellung
Termin
So, 15. November 2026
10:00 – 18:00

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Ort
KohlenwäscheUNESCO-Welterbe Zollverein45141 Essen

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Eignung
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